Wer einige super scharfe Messer sein Eigen nennen darf, der kommt mit der Zeit nicht darum auch diese mal etwas nachschleifen zu müssen. Dabei kommt immer wieder die Frage auf welchen Schleifstein sollte ich verwenden, gerade hierfür habe ich diesen kleinen Guide geschrieben der euch die Vorteile und Nachteile der verschiedenen Steinarten und der Körnungen näher bringen soll damit ihr es leichter habt bei der richtigen Auswahl.

Welche Schleifstein gibt es überhaupt?

Zum einen kann man grundsätzlich mal zwischen einem Ölstein und einem Wasserschleifstein unterscheiden, beim Ersteren wie es der Name schon verrät wird als Schmiermittel Öl verwendet. Beim zweiten Stein wird hingegen Wasser verwendet, dazu müssen wir den Schleifstein wässern d.h. wir legen ihn für mindestens 10-20 Minuten in kaltes Wasser, dabei steigen anfangs Luftblasen auf daran können wir erkennen das der Stein das Wasser aufsaugt.

Keramische Schleifsteine

Die Wasserschleifsteine sind fast hauptsächlich keramische Steine, oder manchmal auch synthetische Steine genannt d.h. diese Steine werden durch pressen von keramischen Pulver hergestellt das erkennt man auch daran das diese zum einen farbig sind und zum anderen meistens ein Doubleface haben das heißt sie haben zwei verschiedene Körnungen zum Beispiel eine Seite 1000 und die andere 600.

Natürliche Schleifsteine

Es gibt aber auch natürliche Schleifsteine, wie zum Beispiel den Sandstein dieser eignet sich für den groben Schliff ist aber heutzutage leider fast gar nicht mehr anzutreffen. Für den Feinschliff wird gern der belgische Brocken eingesetzt dieser ist jedoch auch fast nicht mehr erhältlich. Jedoch sind diese natürlichen Steine recht teuer da die synthetischen einfach leichter herzustellen sind, und sogar bessere Schleifergebnisse erzielen und daher die natürlichen Steine nicht in so hoher Stückzahl hergestellt werden, aber ab und an findet man sie auf diversen Märkten.

Diamantbeschichtete Metallplatten

Ab und an sieht man auch mit Diamantstaub besetzte Metallplatten diese eignen sich vor allem zum schleifen von Keramikmessern da bei diesen der Härtegrad von den keramischen Schleifsteinen nicht ausreicht, jedoch würde ich zum Stahl Messerschleifen diese Platten nicht empfehlen, da diese auch meistens nicht für einen Nassschliff geeignet sind, bzw dann im Anschluss rosten.

Grundsätzlich sind das die Schleifsteinarten, wie man ein Messer schleift egal ob Keramikmesser oder Stahlmesser wird euch im Artikel Messerschleifen erklärt.

Jetzt noch kurz die verschiedenen Körnungen bzw. für welchen Einsatz man diese hauptsächlich verwendet.

Für den Grundschliff oder um schadhafte Stellen und Ausbrüche zu beheben oder eine Winkelveränderung am Messer vorzunehmen empfehle ich euch Schleifkörnungen von 100-250, um kleinere Ausbrüche am Messer zu beheben kann man es mit einer Körnung von 250-1000 schleifen. Um das Messer dann wirklich scharf zu machen verwenden wir Steine von 1500-4000, und um dann wirklich noch das letzte bisschen raus zu kitzeln und das Messer Rasiermesser scharf zu machen kann man Körnungen bzw. ein Schliffbild von 4000-10.000 verwenden. Das ist dann aber auch schon was für Experten, denn dafür braucht man einiges an Erfahrung. Aber für den normalen Schliff reichen Steine bis 6000 völlig aus.

Das war der Schleifstein Guide, bis zum nächsten mal auf Messer-Tests.de

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